Tag der offenen Tür in Rotklinker

Sehr groß war die Besucherschar aus der Stadt (-politik), dem Quartier, der Mietervertreter, Gremien und vielen weiteren Interessierten, um die Gelgenheit zu nutzen die fertig sanierten Musterhäuser zu begutachten. Bei der von ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ geförderten Sanierung der Musterhäuser wurden bauliche, soziale und kulturelle Erkenntnisse gewonnen, die als Grundlage für die nächsten Bauabschnitte dienen werden. Sie können nun, nach Abschluss der Arbeiten, ausgewertet werden.
Stadträtin Astrid Eibelshäuser hob bei der Begrüßung die gute Abstimmung zwischen Stadt, Bauherrin Wohnbau, der beteiligten Bauunternehmen und Handwerker hervor. Die enge Zusammenarbeit aller und aufgrund der guten Einbindung der Bewohnerschaft unter Mitwirkung des Kundenservice der Wohnbau und des Quartiermanagements der Nördlichen Weststadt konnten die unterschiedlichen baulichen und sozialen Belange abgewogen werden. Wohnbau-Geschäftsführer Reinhard Thies ergänzte, dass ein solches Projekt, was sich bauwirtschaftlich eigentlich nicht rechnet, nur funktioniert, wenn alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen und die Finanzierung sichern. Das könne die Bauherrschaft, besonders bei den vielfälitgen Auflagen von Denkmalschutz u.a., alleine nicht leisten. Tanja Blum fasste in ihrer Rede für die IG-Gummiinsel nochmals die Meilensteine der langen Laufzeit zusammen.
Einig sind sich alle drei: Man sei nun guter Dinge für die nächsten Schritte, weil man durch die Mustersanierung eine gute Basis für die folgenden Bauabschnitte geschaffen habe.

Interessierte Besucher konnten die neuen Wohnungen, teilweise mit neuen Zuschnitten, bewundern, bevor kurz vor Ostern die neuen Mieter ein- bzw. zurückziehen werden. Beim Rundgang hörte man viele Ah und Ohs, 'oh wie cool ist das denn' oder sogar 'unglaublich'. Die Stimmen spiegelten allesamt die positive Überraschschung wider, was aus den lange vernachlässigten Häuschen werden kann. Der Blick in ein leerstehendes unsaniertes Rotklinkerhaus zeigte den deutlichen Unterschied an Wohnqualität.
Sicherlich freuen sich die anderen Bewohner der Siedlung auf eine baldige Sanierung der weiteren Häuschen.
Terminhinweis: Am 11. Mai 2019 lädt die Stadt Gießen im Rahmen des Tages der Städtebauförderung zu einem Mai-Spaziergang durch die Rotklinkersiedlung ein. Neben der Mustersanierung der zwei Häuserzeilen wird dabei die sozio-kulturelle Bedeutung der Siedlung in den Blick genommen. An Stationen in der Siedlung wird diese Bedeutung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.